Mit dem Erscheinen des Revox FM-Tuner B261 trat ds uP-gesteuerte Empfängersystem in die zweite Generation. Im neuen Design der B200-Serie wurde der Bedienungskomfort weiter gesteigert. Erstmalig an diesem neuen Konzept war die IR-(Infrarot-) Fernbedienbarkeit. Nun standen bereits 20 Frequenzspeicher zur Verfügung, in die neu auch Stationsnamen mit alphanumerischer Anzeige abgelegt werden konnten. Zudem wurden die individuellen Betriebsbedingungen (Antenneneingang, Muting Ansprechschwelle usw.) pro Station gespeichert.
Für den Schutz der Speicherinhalte bei Netzausfall wurde keine Batteriestützung mehr benötigt, weil mittlerweile nichtflüchtige Speicher, sog. EA-ROMs, zur Verfügung standen. Ein Memory-Scan zum automatischen Abrufen der gespeicherten Frequenzen war ebenfalls neu.
Schließlich wurde die Kanalraster-Auflösung auf 12,5 kHz erhöht, und ein eingebauter Kalibrieroszillator (400 Hz) machte sich nützlich für die Einpegelung einer HiFi-Anlage.
🎧 Klang & Empfangsleistung
Der B261 ist bekannt für:
- extrem hohe Trennschärfe
- sehr hohe Eingangsempfindlichkeit
- stabile PLL‑Abstimmung ohne Drift
- saubere Stereo‑Dekodierung
- professionelle Empfangstechnik (Studer‑Niveau)
Er gilt als einer der besten analogen FM‑Tuner, die Revox je gebaut hat.
⭐ Besonderheiten & Einordnung
Professionelle Version: Studer A267
Perfekte Ergänzung zu:
- Revox B251 (Vollverstärker)
- Revox B252 (Vorverstärker)
- Revox B285 (Receiver)
Sehr langlebige Speichertechnik (EAROM statt Batterie). Heute ein gesuchtes Sammlerstück für FM‑Enthusiasten .
Preis zur Markteinführung: 2.400 D‑Mark (1986)

