Die Idee, die Technik von Verstärker B750 und Tuner B760 weiterentwickelt zu kombinieren und als Kompaktgerät B780 anzubieten, erschien vordergründig wie ein Rückschritt in die Radiozeit - wäre da nicht ein völlig neues Bauteil mit im Spiel gewesen. Das Geheimnis hieß "3278" und war ein Mikroprozessor, in dessen 4-kByte-Lesespeicher (ROM) rund 2000 Programminstruktionen zur Steuerung des B780 versteckt waren. Dieser uP hatte nun wirklich überall seine Finger im Spiel, und es gab kaum eine HF- oder NF-Baugruppe, die nicht mit dem uP kommunizierte. Deshalb war es wichtig, Tuner und Verstärker beieinander zu haben.
Der uP ermöglichte die reine Drucktastenbedienung und eine Reihe neuer Vorgänge wie Frequenzsuchlauf (Scanning) in beiden Richtungen, nummerische Frequenzeingabe, Speicherung von 18 Stationsfrequenzen und 7 Antennenrotorpositionenn, elektronische Ein- und Ausschaltung des Vorverstärkers, Umschaltung der Lautsprecherausgänge, Ansteuerung der Digitalanzeigen, Überwachung der Endstufen und eine Reihe von Zusatzfunktionen wie Umschaltung der Deemphasis, Stereofilter, Stummschaltung usw. Der "Microcomputer controlled Synthsizer FM Receiver" war der Beginn einer neunen Zeit. Bei den technischen Daten gab es nicht mehr Wesentliches zu verbessern, hingegen gewann der Bedienungskomfort stetig an Bedeutung
Nach einem ausführlichen Test des Revox B780 mit dem Titel "Wunderknabe" schrieb Hans-Günter Beer in der Juli-Ausgabe 1980 des deutschen Magazins "AUDIO": ...dem Revox-Receiver kann ein exzellentes Preis-Qualitäts-Verhältnis bescheinigt werden. Wo erhält man sonst für 3.000 D-Mark einen derart guten Tuner nebst einem hochwertigen Verstärker, gepaart mit extrem hohem Bedienungskomfort.


