Das ReVox A77 war die erfolgreichste Tonbangeräteserie des Unternehmens. Zur A77 gehörte auch ein Tuner (A76) und ein Verstärker (A78). Das ganze Laufwerk der A77 war auf einem stabilen
verwindungsfreien Druckgusschassis aufgebaut. Tonmotorlagerung, Tonkopfträger und die Seitenwände waren ebenfalls aus Druckguss. Die A77 konnte auch vertikal betrieben werden.
Selbstverständlich war auch ein 3-Motoren-Antrieb vorhanden. Auch der robuste Asynchronmotor war eine echte Pionierleistung.
Die Drehzahlkonstanz war zudem unabhängig von Netzfrequenz- und Spannungs-schwankungen. Die gesamte Elekronik war auf steckbaren Printplatten aufgebaut und war damit sehr
servicefreundlich. Die Laufwerksteuerung erfolgte über leichtgängige Impulsdrucktasten. Die Drucktasten waren gegen Fehlbedienungen elektrisch verriegelt. Das A77 hatte geeichte VU-Meter,
einen fotoelektrischen Bandendschalter und ein vierstelliges Bandzählwerk. In der Fachzeitschrift Stereo-Review vom Januar 1969 kamen die Autoren zu folgendem Schluss. Es gab bisher noch
kein Tonbandgerät welches das A77 erreichte und sehr wenige die ihm überhaupt nahe kamen. Die Fachzeitschrift Audio Specialist aus Japan von 1978 zeichnete das A77 als bestes
Spulentonbangerät nicht japanischer Herkunft aus.
🎧 Typische Varianten der MKIII
Die Revox A 77 MKIII ist bekannt für:
- 2‑Spur oder 4‑Spur
- 9,5 / 19 cm/s oder High-Speed (HS) 19 / 38 cm/s
- NAB oder IEC Entzerrung
- Dolby‑B‑Versionen
- Kofferversionen mit Lautsprechern
🧩 Besonderheiten der MKIII gegenüber MKI + MKII
- Überarbeitete Elektronik‑Module (stabilere Netzteil‑ und Verstärkersektionen)
- klanglich hervorragend
- Verbesserte Kopfträger‑Mechanik
- Optimierte Bandführung
- teilweise Varianten mit Dolby‑B (Studio‑ und Sondermodelle)
⭐ Besonderheiten & Einordnung
- technisch ausgereift
- klanglich hervorragend
- zuverlässig
- servicefreundlich
- ikonisch im Design
Sie war in Studios, Rundfunkanstalten, Behörden und im ambitionierten Heimbereich gleichermaßen verbreitet. Die A77‑Serie gilt als Meilenstein der HiFi‑Geschichte. Die MK III ist dabei die Version, die viele Enthusiasten als den Sweet Spot betrachten:
Preis zur Markteinführung: ca. 2.400 D‑Mark (1971...)
Preis Inflationsbereinigt (VPI): ca. 2.480 € (2026...)










